Schnellladenetz Schweiz 2025: Die besten Anbieter im Vergleich
Die Wahl des richtigen Schnellladen Schweiz Anbieters kann den Unterschied zwischen einer stressfreien Langstreckenfahrt und einer frustrierenden Wartezeit an der Ladesäule bedeuten. Die gute Nachricht: Das Schweizer Schnellladenetz ist 2025 so gut ausgebaut wie nie zuvor. Die weniger gute: Die Anbieter unterscheiden sich erheblich in Preis, Geschwindigkeit und Abdeckung. Dieser Vergleich hilft dir, die richtige Wahl zu treffen.
Warum der richtige Schnellladen-Anbieter in der Schweiz wichtig ist
Schnellladen bedeutet in der Regel DC-Laden ab 50 kW – typischerweise mit CCS-, CHAdeMO- oder Tesla-Stecker. Im Gegensatz zum Heimladen geht es hier um Minuten statt Stunden. Wer regelmässig lange Strecken fährt, ist auf ein zuverlässiges Netz angewiesen.
In der Schweiz konkurrieren heute mehrere grosse Anbieter um EV-Fahrer:
• Ionity (europäisches Hochleistungsnetz)
• Tesla Supercharger (zunehmend für alle offen)
• Evpass (grösstes Schweizer Netz)
• Move (SBB-Tochtergesellschaft)
Jeder dieser Anbieter hat seine Stärken und Schwächen. Entscheidend sind fünf Kriterien: Ladegeschwindigkeit, Preisstruktur, Netzabdeckung, Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit.
Ionity Schweiz: Hochleistungsladen an Autobahnen
Ionity ist das Joint Venture von BMW, Ford, Hyundai, Mercedes-Benz, Volkswagen Group und weiteren Herstellern. Das Ziel war von Anfang an klar: Hochleistungsladung entlang europäischer Fernstrecken.
Ladegeschwindigkeit
Ionity-Standorte bieten zwischen 150 kW und 350 kW pro Fahrzeug. In der Praxis bedeutet das für moderne Fahrzeuge wie den Hyundai Ioniq 6 oder Kia EV6 eine Ladung von 10 % auf 80 % in rund 18 Minuten.
Ionity Schweiz Kosten
Ionity arbeitet mit zwei Preismodellen:
1. Ad-hoc-Laden: ca. CHF 0.79 pro kWh (ohne Abo)
2. Ionity Passport (Abo, ca. CHF 17.99/Monat): ca. CHF 0.35 pro kWh
Wer regelmässig über Ionity lädt, amortisiert das Abo schnell. Eine Langstrecke von 100 kWh kann so von rund CHF 79 auf CHF 35 sinken – ein erheblicher Unterschied.
Praxistipp: Viele Automobilhersteller bieten vergünstigten Ionity-Zugang im Rahmen von Fahrzeugleasings an. Lohnt sich zu prüfen, bevor du ein separates Abo abschliesst.
Stärken und Schwächen
• Stärken: höchste Ladeleistung, moderne Infrastruktur, europaweite Nutzung
• Schwächen: weniger Standorte in Städten, Ad-hoc-Preise vergleichsweise hoch
Tesla Supercharger Schweiz: Das geschlossene Ökosystem öffnet sich
Tesla Supercharger waren lange ausschliesslich Tesla-Fahrern vorbehalten. Seit 2022 öffnet Tesla sein Netz schrittweise auch für Fremdmarken – in der Schweiz sind inzwischen die meisten Supercharger-Standorte für alle zugänglich.
Ladegeschwindigkeit
Tesla Supercharger V3 liefern bis zu 250 kW. V2-Stationen älterer Bauart erreichen rund 150 kW, teilen sich diese Leistung jedoch paarweise zwischen zwei Fahrzeugen. Die neuesten V4-Supercharger, die schrittweise auch in der Schweiz eingeführt werden, sollen bis zu 350 kW ermöglichen.
Preise für Nicht-Tesla-Fahrer
Wer kein Tesla fährt, lädt in der Regel per App oder RFID-Karte. Die Preise liegen 2025 bei rund CHF 0.55–0.65 pro kWh für Fremdmarken – ohne Abo. Tesla-Fahrer mit aktiviertem Ladeplan zahlen je nach Modell und Tarif deutlich weniger.
Netzabdeckung
Mit über 60 Standorten und mehr als 600 Ladepunkten gehört Tesla Supercharger Schweiz zu den dichtesten Netzen im Land. Die Abdeckung auf Autobahnen und in grösseren Städten ist ausgezeichnet. Schwächere Regionen: Teile des Tessins und des Juras.
Stärken und Schwächen
• Stärken: hohe Standortdichte, zuverlässige Verfügbarkeit, gute App-Integration
• Schwächen: höhere Kosten für Fremdmarken, ältere V2-Stationen mit geteilter Leistung
Evpass: Das grösste Schweizer Netz
Evpass ist die Ladeplattform der IWB (Industrielle Werke Basel) und gehört zu den ältesten und grössten Ladeinfrastruktur-Anbietern der Schweiz. Das Netz umfasst sowohl AC-Ladepunkte als auch eine wachsende Zahl von DC-Schnellladesäulen.
Ladegeschwindigkeit
Evpass-Schnellladesäulen bieten je nach Standort zwischen 50 kW und 150 kW. Hochleistungslader im 350-kW-Bereich fehlen noch weitgehend, werden aber schrittweise ausgebaut.
Preisstruktur
Evpass bietet flexible Tarife:
• Pay-as-you-go: ca. CHF 0.45–0.55 pro kWh an DC-Säulen
• Evpass-Karte (kostenlos erhältlich): leicht reduzierte Tarife und einfachere Nutzung
• Partnerrabatte: über Energieversorger und Ladekarten-Anbieter oft günstiger
Ein grosser Vorteil von Evpass ist die Interoperabilität: Die Karte funktioniert über Roaming auch an Ladesäulen anderer Anbieter – ein Pluspunkt für Vielfahrer.
Ladenetz Abdeckung Schweiz (Evpass)
Evpass betreibt oder vernetzt über 5'000 Ladepunkte in der Schweiz. Die Abdeckung ist besonders stark in der Nordwestschweiz, in Städten und Agglomerationen. Für die Schnellladung ist das Netz auf der Autobahn noch lückenhafter als Ionity oder Tesla.
Stärken und Schwächen
• Stärken: grösstes Gesamtnetz, gute Abdeckung in Städten, Roaming-Funktion
• Schwächen: maximale Ladeleistung noch unter der Konkurrenz, Standorte uneinheitlich in Qualität
Move: Die SBB-Lösung für unterwegs
Move ist die Ladeinfrastruktur-Tochter der SBB und richtet sich vor allem an Pendler und Reisende, die Bahn und Auto kombinieren. Das Kernangebot sind Ladestationen an Bahnhöfen und Park-and-Ride-Anlagen – ergänzt durch ein wachsendes Schnellladenetz.
Ladegeschwindigkeit
Der Fokus von Move liegt traditionell eher auf AC-Laden (11–22 kW) für längere Standzeiten. Die DC-Schnellladesäulen im Move-Netz erreichen 50 bis 150 kW. Das Angebot an Hochleistungsladung ist im direkten Move Evpass Vergleich noch deutlich kleiner.
Preisstruktur
Move bietet ein einfaches Modell:
• Move-Karte oder App: ca. CHF 0.40–0.55 pro kWh
• Monatsabo für Vielnutzer: Pauschalpreise verfügbar
• SBB-Bonusprogramm: Punktesammeln für Bahnreisen
Besonders attraktiv für Pendler: Wer täglich am Bahnhof parkt und lädt, kann von kombinierten Parktarifen profitieren.
Stärken und Schwächen
• Stärken: ideale Anbindung an ÖV, günstige Preise für Vielfahrer, gutes App-Erlebnis
• Schwächen: Schnellladenetz noch im Aufbau, wenig geeignet für Langstrecken-Schnellladung
Schnellladesäule Preise im direkten Vergleich
Eine der häufigsten Fragen lautet: Was kostet es mich wirklich, 100 km Reichweite nachzuladen? Die folgende Übersicht basiert auf einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 kWh/100 km (realistisch für ein Mittelklasse-EV).
| Anbieter | Preis/kWh (Ad-hoc) | Preis/kWh (Abo/Karte) | Kosten für 100 km (Ad-hoc) |
|---|---|---|---|
| Ionity | CHF 0.79 | CHF 0.35 (Passport) | CHF 15.80 |
| Tesla Supercharger | CHF 0.60 | je nach Modell | CHF 12.00 |
| Evpass | CHF 0.50 | CHF 0.45 | CHF 10.00 |
| Move | CHF 0.50 | CHF 0.40 | CHF 10.00 |
Diese Zahlen sind Richtwerte für 2025 und können je nach Standort und Tageszeit variieren. Klar erkennbar: Ohne Abo ist Ionity der teuerste Anbieter – mit Abo jedoch einer der günstigsten pro kWh.
Ladenetz Abdeckung Schweiz: Wo laden die Anbieter?
Die Netzabdeckung entscheidet oft darüber, welcher Anbieter im Alltag sinnvoll ist. Hier ein schneller Überblick nach Region und Nutzungsszenario:
Autobahn und Langstrecke
• Ionity: beste Abdeckung auf A1, A2, A3, A9 – ideal für Transitfahrten durch die Schweiz
• Tesla Supercharger: sehr gute Abdeckung, auch in der Nähe von Ausfahrten
• Evpass / Move: lückenhafter auf der Autobahn, ergänzend aber nützlich
Städte und Agglomerationen
• Evpass: stärkstes Netz in Zürich, Basel, Bern, Genf
• Move: stark an Bahnhöfen und P+R-Plätzen
• Tesla: gute Abdeckung in grossen Städten
• Ionity: kaum Standorte im Stadtgebiet
Bergregionen und Tourismusgebiete
• Evpass: am besten aufgestellt, besonders in Graubünden und Wallis
• Move: einzelne Standorte an Bergbahnstationen
• Ionity / Tesla: begrenzt, aber wichtige Korridor-Standorte vorhanden
Welcher Anbieter passt zu dir?
Es gibt keine universelle Antwort – aber es gibt klare Muster:
Für Vielfahrer auf der Langstrecke empfiehlt sich eine Kombination aus Ionity Passport und Tesla Supercharger. Wer ein Tesla fährt, ist mit dem Supercharger-Netz in der Schweiz praktisch vollständig abgedeckt. Wer eine Fremdmarke fährt, profitiert vom Ionity-Abo.
Für Pendler und Stadtfahrer ist Evpass die erste Wahl – die Abdeckung in Agglomerationen ist unübertroffen. Move ergänzt das Angebot perfekt, wenn regelmässig am Bahnhof geparkt wird.
Für Gelegenheitsnutzer ohne Fixabo empfiehlt sich eine kostenlose Evpass-Karte oder die Move-App. Beide bieten faire Ad-hoc-Preise ohne monatliche Grundgebühr.
Checkliste: So wählst du deinen Anbieter
1. Definiere dein Hauptnutzungsszenario: Pendeln, Langstrecke oder gemischt.
2. Prüfe, welche Anbieter an deinen häufigsten Strecken verfügbar sind – nutze Apps wie PlugShare oder ABRP.
3. Berechne, ab welcher Lademenge sich ein Abo lohnt (in der Regel ab 100–150 kWh/Monat bei Ionity).
4. Hole dir die kostenlose Evpass-Karte als Backup – sie funktioniert über Roaming auch an vielen anderen Ladesäulen.
5. Prüfe, ob dein Fahrzeughersteller bereits einen Ladedeal mit Ionity oder anderen Anbietern hat.
Fazit und nächster Schritt
Das Schweizer Schnellladenetz ist 2025 auf einem sehr hohen Niveau – aber kein Anbieter deckt alle Bedürfnisse perfekt ab. Für die meisten EV-Fahrer lohnt sich eine Kombination: ein leistungsstarkes Autobahn-Netz (Ionity oder Tesla Supercharger Schweiz) plus ein stadtnahes Netz (Evpass oder Move) für den Alltag.
Die Schnellladesäule Preise unterscheiden sich zwar, aber der wirkliche Kostenfaktor ist das eigene Fahrprofil. Wer viel fährt, spart mit dem richtigen Abo erheblich. Wer wenig fährt, kommt mit Ad-hoc-Tarifen und einer kostenlosen Ladekarte gut durch.
Als nächsten Schritt empfiehlt sich: Lade die Apps von Ionity, Evpass und Move herunter, prüfe die Abdeckung auf deinen Hauptstrecken und hol dir die Evpass-Karte als universellen Backup. So bist du in jeder Situation in der Schweiz optimal versorgt.

